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E-Commerce-Umsatz steigt auf 18,3 Milliarden Euro

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E-Commerce-Umsatz steigt auf 18,3 Milliarden Euro

Herstellerversender legen um 43 Prozent zu

E-Commerce-Umsatz steigt auf 18,3 Milliarden Euro (Foto: istock/sodafish)

Deutsche Versandhändler haben im vergangenen Jahr 18,3 Milliarden Euro im Internet umgesetzt - 18 Prozent mehr als im Jahr 2009. Der Anteil des E-Commerce am Versandhandel stieg von 53 auf 60 Prozent. Am stärksten zulegen konnten die Herstellerversender.

Diese Zahlen gab der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) bekannt. "Forciert wird die Entwicklung durch eine stärkere Breitbanddurchdringung und eine zunehmende Internetaffinität aller Altersgruppen", sagt bvh-Präsident Thomas Lipke. "Außerdem ist dank eines rasant wachsenden Smartphone-Marktes und den damit verbesserten Zugangsmöglichkeiten ins mobile Internet und damit zu Mobile-Commerce-Angeboten das Einkaufen online nun von überall und jederzeit möglich."

Im vergangenen Jahr gab es vier Sparten, die ihre Onlineumsätze im zweistelligen Bereich steigerten. Die Herstellerversender legten gegenüber dem Vorjahr um 43 Prozent zu, gefolgt von den Apothekenversendern mit einem Wachstum von 33 Prozent. Auch die Internet-Pure-Player konnten ihr Geschäft um 28 Prozentpunkte auf 5,73 Milliarden Euro ausbauen, das entspricht knapp einem Drittel des Online-Handelsvolumens. Die Multichannel-Anbieter generierten im vergangenen Jahr ein Plus von 14,7 Prozent.

Der größte Umsatzbringer im E-Commerce waren auch im Jahr 2010 Bekleidung, Textilien und Schuhe. Platz zwei nehmen Medien, Bild- und Tonträger ein, gefolgt von  Unterhaltungselektronik und E-Artikel.

Im Jahr 2010 wurden nicht nur Waren im Wert von 18,3 Milliarden Euro geordert, sondern auch digitale Dienstleistungen wie Tickets für Veranstaltungen, Fahrkarten oder Entertainment im Wert von sieben Milliarden Euro, im Vorjahr waren es 6,2 Milliarden Euro. Damit ergab sich 2010 für die Dienstleistungen eine Umsatzsteigerung von rund 13 Prozent. Betrachtet man die gesamten Ausgaben der Kunden im Internet 2010 kommt man auf die beachtliche Zahl von 25,3 Milliarden Euro für Produkte und Dienstleistungen, das entspricht einem Plus 17 Prozent.

Nicht nur der Onlinehandel, auch der Versandhandel im Allgemeinen wächst. Erstmals erwirtschaftete die Branche einem Gesamtumsatz von 30,3 Milliarden Euro, vier Prozent mehr als 2009. Bei der Kundenbetrachtung repräsentieren Frauen mit einem Anteil von 58 Prozent gegenüber den männlichen Kunden mit einem Anteil von 42 Prozent das starke Versandhandels-Geschlecht. Sie stehen für einen Jahresumsatz von 18,6 Milliarden Euro.

Der Katalog wird weiterhin genutzt, auch wenn die Kunden anschließend online bestellen: 65 Prozent der Käufer informieren sich auf Papier, bevor sie ein Produkt über die verschiedene Bestellwege erwerben. "Bis vor etwa einem Jahr hatte es für private Kunden immer noch einen Medienbruch zwischen Schauen und Kaufen gegeben. Diesen Effekt lösen nun Tablet-PCs wie das iPad endgültig auf",kommentiert bvh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer. "Mit dem elektronischen Katalog wird Inspirieren und Bestellen mittel- bis langfristig eine Veränderung erfahren, weil man nun Katalog-Feelings und Online-Bestellung in einem Medium vereinen kann."

Der Erfolg des Jahres 2010 wird sich auch im Jahr 2011 fortsetzen. Der bvh schätzt aktuell ein 5,5-prozentiges Umsatzwachstum beim Gesamtversandhandel auf  31,9 Milliarden Euro. Das E-Commerce-Volumen wird 2011 voraussichtlich um 15,5 Prozent wachsen und 21,1 Milliarden Euro erreichen.

Der bvh kooperiert seit Januar mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft. Die engere strategische Zusammenarbeit der beiden Verbände umfasst unter anderem die politische Interessenvertretung sowie die Bereiche Marktzahlen, Studien, Inhalte, Messen und Events.


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