Teil 2: Expansion in die USA
Auf Ihrer Webseite sehen die Kunden Bilder aus den Fabriken.
Wahrendorf: Wir wollen transparent sein. Unser Prinzip der On-demand-Produktion bedeutet für unsere Kunden zwei bis drei Monate Warten. Diese Zeit der Unsicherheit überbrücken wir, indem wir den Kunden zeigen, wie das bestellte Produkt in Asien gefertigt wird, wie zum Beispiel die Hölzer angeliefert werden, das Sofa gepolstert und verpackt wird. Zusätzlich bieten wir natürlich alle deutschen Standards wie Umtauschrecht und Geld-zurück-Garantie.
Sie binden die User auch über Voting ein, bei dem potenzielle Produkte zur Abstimmung stehen.
Wahrendorf: Unser Grundgedanke: Wir wollen die Intelligenz der Kunden für uns nutzen und erfahren, welche Produkte sie sich wünschen. Das minimiert unser Risiko. Und wir wollen die Kunden einbinden. Ich kann mir auch vorstellen, dass unsere Kunden später selbst eigene Vorschläge für Möbel einreichen können. Diesen Bereich wollen wir noch deutlich weiter ausbauen.
Wie entwickelt sich myfab Deutschland im Vergleich zu Frankreich, wo der Shop schon im Frühjahr 2008 gelauncht wurde?
Wahrendorf: Der Umsatz in Frankreich ist natürlich deutlich höher als in Deutschland, aber wir holen rapide auf. Das liegt daran, dass der deutsche Markt reifer ist und wir von den Erfahrungen unserer Kollegen in Frankreich profitieren.
Plant myfab eine Expansion in weitere Länder oder ist jetzt erst einmal Schluss?
Wahrendorf: Wir werden in sehr naher Zukunft in den USA starten. Ein Team vor Ort gibt es schon.