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Tengelmann setzt auf E-Commerce

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Tengelmann setzt auf E-Commerce

Haub will Onlinebeteiligungen ausbauen

Tengelmann setzt auf E-Commerce

Karl-Erivan Haub, geschäftsführender Gesellschafter der Tengelmann-Gruppe, will nach den Beteiligungen an brands4friends und Zalando weiter in E-Commerce-Start-ups investieren. Auch wenn er die Menschen, mit denen er es dort zuweilen zu tun hat, manchmal sehr "skurril" findet.

"Die Onlineshops sind keine Spielerei von mir", sagte Haub in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Ich denke an unsere sechste Familiengeneration. Wir legen jetzt die Grundsteine für das künftige Geschäft unserer Kinder. Ich möchte mir nicht sagen lassen müssen: Mensch, wieso habt ihr das verschlafen? Habt ihr das mit dem Onlinehandel denn nicht kommen sehen?"

Haubs Vision des Shoppens in 30 Jahren: "Vermutlich schauen wir uns die Sachen in den Geschäften an, trinken einen Kaffee und ordern dann online von zu Hause." Wer beim E-Commerce nicht dabei sei, werde von der Bildfläche verschwinden. Die Gründung von Tengelmann-E-Commerce, über die sich die Gruppe in diesem Jahr noch an weiteren Start-ups beteiligen will, soll verhindern, dasss es dem Mülheimer Konzern genauso geht.

Mit seinen bisherigen Onlineinvestitionen sieht Haub sich gut aufgestellt. Mit 80 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr schreibe brands4friends Gewinn. Plus.de habe bereits vor einem Jahr einen Umsatz von 100 Millionen Euro erwirtschaftet und operiere ebenfalls rentabel. Gemessen am Gesamtkonzern, der aktuell zwölf Milliarden Euro Umsatz erwirtschafte, seien dies allerdings noch verhältnismäßig kleine Brötchen. Aber: "Von den Margen im Internet können wir Einzelhändler nur träumen", so Haub.

Unter der Leitung von Ex-Karstadt.de-Chef Christian Winter soll Tengelmann E-Commerce auch in Zukunft interessante Beteiligungsoptionen ausloten. Haub selbst ist diese Welt noch immer fremd: "Man lernt da sehr skurrile Menschen kennen, die leben in einer ganz eigenen Welt", sagt er. Sein skurrilstes Erlebnis: Ein Gründer, dem der Name Tengelmann überhaupt nichts sagte. Eine Einladung zum Hauptsitz nach Mülheim an der Ruhr soll dies ändern.


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