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Schweizer Post macht aus Briefen E-Mails

Schweizer Post macht aus Briefen E-Mails

Wer viel unterwegs ist, den erreichen konventionelle Briefsendungen teilweise nur mit erheblicher zeitlicher Verzögerung. Die Schweizerische Post bietet nun mit der elektronischen Swiss Post Box die Digitalisierung von Briefen an, die dann als E-Mail zugestellt werden.

Dabei erhält der Nutzer zunächst nur eine Ansicht des Couverts und kann anhand dessen entscheiden, was mit dem Brief geschehen soll. Auf Wunsch können die Briefe dann geöffnet, eingescannt und als PDF an eine E-Mail-Adresse des Empfängers gesendet werden. Somit können die Sendungen schnellstmöglich bearbeitet und in digitaler Form archiviert werden.

Die digitale Post Box ist passwortgeschützt und unterliegt den gleichen Richtlinien wie das Onlinebanking des Finanzdienstleisters PostFinance. Dadurch soll auch das Postgeheimnis gewahrt bleiben.

Das Angebot steht derzeit Nutzern in Deutschland und der Schweiz zur Verfügung. Anfang Juli soll es auch in den Ländern Frankreich, Österreich und Italien angeboten werden. Die Grundgebühr beträgt 19,90 Schweizer Franken (13,17 Euro) pro Monat. Dabei ist die Weiterleitung an eine E-Mailadresse und das Scannen von zehn Seiten inklusive, jede weitere Seite kostet 1,90 Schweizer Franken (1,26 Euro). Die Pakete Liberty plus und Professional mit mehr Seitenscans und Empfängeradressen kosten 49,50 Schweizer Franken (32,76 Euro) beziehungsweise 145,00 Schweizer Franken (95,95 Euro).

Ein ähnliches Digitalisierungsprojekt betreibt auch die Deutsche Post. Deren Tochter Williams Lea digitalisiert gegenwärtig die Tagespost und Bestandsakten der Bundesagentur für Arbeit. Dabei erfassen Hochleistungsscanner täglich 700.000 Blatt eingehender Briefe, die den Mitarbeitern als E-Mail zugestellt werden. Diese Dienstleistung soll vor allem der schnellen und sicheren Zustellung von Behördenbriefen und medizinischen Dokumenten zu Gute kommen. Ein öffentlicher Pilottest soll zum Jahresende erfolgen.


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