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QStores: Quelle setzt auf User als Verkäufer

Das Versandhaus Quelle will Internetnutzern die Möglichkeit bieten, eigene Spezialshops mit Artikeln von Quelle.de zu eröffnen. Zielgruppe sind Betreiber von Themenwebsites und Affiliates. Das Programm startet im Mai.

30 Minuten - diese Zeit soll Internetusern reichen, um über QStores ihren eigenen Shop zu eröffnen: Anmelden, Layout aus einer Fülle an Vorlagen gestalten, Produkte aus dem Sortiment von Quelle.de auswählen und eigene Inhalte einbinden. Für die Bestellabwicklung, Logistik und Zahlung ist Quelle.de zuständig. Der Shopbetreiber verdient 6 Euro Provision pro Bestellung, unabhängig von deren Wert. Abgerechnet wird über Zanox.

„Mit QStores wollen wir die Produkte, die Quelle.de jetzt schon anbietet, auch an die Oberfläche bringen", sagt Thomas Schaeben, der den Bereich Marketing und Vertrieb E-Commerce leitet. „Unsere Vorteile: Die Marke Quelle gibt den Kunden Sicherheit. Und in den Bereichen Logistik und Fulfillment haben wir über viele Jahrzehnte Erfahrungen gesammelt." Bei QStores habe der Betreiber keine Kosten für die Software, kein Risiko und brauche keine Programmierkenntnisse. Von den rund 800.000 bei Quelle.de verfügbaren Artikeln kann die Hälfte in QStores aufgenommen werden. Da die Marge hoch genug sein muss, sind zum Beispiel Bücher komplett ausgeschlossen.

Für das Versandhaus sei das ein großer Schritt, argumentiert Schaeben: „Für ein eher traditionelles Unternehmen wie die Quelle ist dieses Vorgehen sehr mutig und innovativ, denn wir lassen den Betreibern alle Freiheiten." Das Einbinden von eigenem Content wie Blogs oder Fotos ist nicht nur erlaubt, sondern sogar gewünscht. Denkbar sind Spezialshops in allen Bereichen - vom Katzenshop über Mountainbikebedarf bis zu Mode in Sondergrößen.

Quelle hofft darauf, mit den QStores jene Produkte ans Licht zu bringen, die im Angebot vorhanden sind, aber nicht zu den Kernbereichen des Versandhändlers zählen. „In der Nische wird das Geld verdient. Mit QStores wollen wir den Longtail nach vorne bringen", erklärt Schaeben.

Lesen Sie auf Seite zwei, welche Ziele Quelle damit verfolgt.

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