Onlinebrief der Post soll weniger als zehn Cent kosten
24.11.2009 08:57 tga
Deutsche-Post-Chef Frank Appel nennt Details zum geplanten Onlinebrief der Post. Der Service soll im Einzelpreis unter zehn Cent kosten, auch eine Flatrate sei möglich. Das Ziel: Einnahmeneinbrüche aus dem normale Briefgeschäft auszugleichen.
"Wir können nicht zusehen, wie wir beim klassischen Brief an Menge und Ergebnis verlieren. Wir müssen etwas wagen und ausprobieren", sagte Appel der Welt. Noch lasse sich nicht genau beziffern, was das neue Geschäftsfeld an Umsatz einbringen könne, mittelfristiges Ziel seien dreistellige Millionen-Euro-Beträge. Allerdings muss die Post das neue Produkt zuvor durch Werbung bekannt machen.
Das System für den Onlinebrief soll hohen Sicherheitsansprüchen genügen und den Versand von Verträgen und Urkunden rechtsverbindlich ermöglichen. Wer teilnehmen will, muss sich über den Personalausweis bei der Post registrieren lassen. Dann wird ein elektronischer Briefkasten eingerichtet. Versendet ein Kunde einen Brief, erhält er einen Code, damit das Briefgeheimnis gewahrt bleibt. Absender wie auch Empfänger sollen klar erkennbar sein.
O. Klöpfel am 24.11.2009
Software und Post?
Wer die Online-Software der DHL kennt und täglich dagegen kämpft, kann bei der Vorstellung, dass ausgerechnet die Gelben die email nun sicher und verbindlich machen wollen nur schmunzeln...
S. F. am 24.11.2009
Sicherheit
Das wird bestimmt genau so sicher wie Onlnebanking...
Michael Egger am 24.11.2009
und weiter?
Brauche ich die Post um verschlüsselte Emails zu versenden?
Da müsste man schon an der Technik schrauben. Das SMTP-Protokoll ist da einfach nicht dafür geeignet. Ich stelle mir da sowas vor wie früher die ISDN-Übertragung von Daten. Damit sichergestellt ist, dass ein Dokument auch wirklich am anderen Ende angekommen ist. Wenn ich dann auch noch ein einfaches und vor allem sicheres System habe dann, ja dann vielleicht.
D. Aldekamp am 24.11.2009
Lebenslange E-Mail-Adresse
Erinnert mich auch irgendwie an das Projekt "lebenslange E-Mail" die die Post angeboten hatte. Wie lange hat das gehalten, 2 oder 3 Jahre?
M. Peter am 24.11.2009
Datensicherheit
Belustigend, wenn man bedenkt, wie häufig "versehentliche" Datenverluste vorkommen. Das Projekt ist ja jetzt bereits zum Scheitern verurteilt...