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Zalando öffnet sich den Medien

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Zalando öffnet sich den Medien

"Wir planen keinen Börsengang"

Zalando öffnet sich den Medien

Um wilden Spekulationen über das eigene Geschäftsmodell vorzubeugen, öffnet sich das bislang verschlossenste deutsche Internet-Start-up zumindest ein bisschen gegenüber der Öffentlichkeit.

Den Kollegen der "Süddeutschen Zeitung" ist gelungen, worum INTERNET WORLD Business seit eineinhalb Jahren bittet: Sie durften den Shootingstar der deutschen Modeversender, Zalando, in den eigenen Räumlichkeiten in Berlin besuchen. Es sei an der Zeit, "ein bisschen offener zu werden", sagt Zalando-Mitgründer Rubin Ritter im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung". Die Spekulationen könnten sonst allmählich außer Kontrolle geraten.

Viel freilich verraten die Jungunternehmer und Studienfreunde David Schneider, Rubin Ritter und Robert Gentz auch den angereisten Journalisten aus München nicht. Denn dass Zalando 2010 20 Millionen Euro Verlust geschrieben und im ersten Halbjahr 2011 200 Millionen Euro Nettoumsatz erzielt habe, ist inzwischen schon länger bekannt.Und dass die Mitarbeiter in einem ehemaligen Umspannwerk im Stadtteil Prenzlauer Berg in hohen, hellen Räumen mit Ikea-Sofas und Süßigkeitenautomaten arbeiten, ist für ein Urteil darüber, ob Zalando nachhaltig aufgebaut ist oder nicht, eher unrelevant.

Immerhin schoben die drei jedoch Spekulationen den Riegel vor, der Einstieg von Facebook-Investor Digital Sky Technologies (DTS) deute auf einen bevorstehenden Börsengang hin. "Der Einstieg von DTS ist keine strategische Richtungsentscheidung", zitiert die "Süddeutsche" Rubin Ritter. "Er ist auch kein Signal für einen bevorstehenden Börsengang." Ausschließen will er aber auch nichts: "Natürlich kann ein Börsengang für Zalando mal eine Option sein, aber weder steht er jetzt unmittelbar bevor noch ist er konkret geplant." Man wolle Zalando nachhaltig und längerfristig aufbauen. Das zeige auch die Investition von 100 Millionen Euro in ein neues Lager, das 1.000 Mitarbeiter beschäftigen soll. "Wenn jemand das Unternehmen unbedingt verkaufen wollte, warum sollte er so viel Geld ausgeben?"


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