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"Prime" ist für Amazon ein teures Marketinginstrument

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"Prime" ist für Amazon ein teures Marketinginstrument

1,5 Milliarden US-Dollar Portokosten in neun Monaten

"Prime" ist für Amazon ein teures Marketinginstrument

Die Versandkostenflatrate "Prime" des Online-Warenhauses Amazon ist für Kunden ein super Service, für Amazon aber ein teures Marketinginstrument, das kräftig an den Margen knabbert. Analysten warnen davor, dass der Service Amazon sogar in die Verlustzone treiben könnte.

1,5 Milliarden US-Dollar kostete den Online-Versandhändler Amazon allein in den ersten drei Quartalen 2011 sein Versandkosten-Flatrate-Service Prime. Das bedeutet einen Kostenzuwachs von 82 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bliebe diese Rate auch im vierten Quartal 2011 bestehen, würden sich die Prime-Kosten für das Gesamtjahr auf 2,5 Milliarden US-Dollar. Demgegenüber stiegen die Umsätze in den ersten drei Quartalen 2011 nur um 44 Prozent. Der Nettogewinn sank sogar um 38 Prozent auf 454 Millionen US-Dollar.

Betrachtet man das Verhältnis der Kosten für Prime zum Nettoumsatz, so zeigt sich, dass der Kostenanteil kontinuierlich steigt. Lag er 2007 noch bei 2,9 Prozent, wird er für die ersten neun Monate 2011 auf 4,9 Prozent angesetzt. Die Gewinnmarge ist seit Anfang 2010 von vier auf 0,58 Prozent gesunken. Analysten wie Jeff Bailey, Autor beim US-Finanzdienst YCharts.com, geht davon aus, dass Amazon diesen Service nicht mehr lange durchhalten wird. "Entweder ist Amazon gezwungen, die Preise zu steigern oder die Versandgebühren zu erhöhen. Das wird den Kult zerstören. Aber, solange es Prime noch gibt, ist es wunderbar."


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