Home / Nachrichten / E-Commerce / Handel /

Media-Saturn übernimmt redcoon

Bewertung:
  • Currently 3/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Media-Saturn übernimmt redcoon

Metro kauft sich Onlinehändler

Media Saturn übernimmt redcoon

Update Die Metro-Tochter Media-Saturn, die bislang noch nicht mit einem eigenen Vertrieb im Netz vertreten ist, übernimmt den Onlinehändler redcoon.

Ein Vertrag wurde heute unterzeichnet, der Kaufpreis wurde nicht genannt. "Mit der Akquisition erhalten wir Zutritt in das Pure-player-Segment in Deutschland und neun weiteren europäischen Ländern", sagte Horst Norberg, CEO der Media-Saturn-Holding. "Das Unternehmen ist ein bereits etablierter und zuverlässiger Player im Onlinehandel und wird in Zukunft die Onlineaktivitäten unserer Marken Media Markt und Saturn als eigenständige Einheit abrunden. Damit ist redcoon ein wesentlicher Bestandteil unserer Onlinestrategie."

redcoon wird als unabhängige Tochtergesellschaft von Gründer Reiner Heckel weitergeführt und zu Media Markt und Saturn im Wettbewerb stehen. An der Positionierung, der Geschäfts- und Preisstrategie soll sich für Kunden und Mitarbeiter nichts ändern. "Durch die Einbindung in die Media-Saturn-Unternehmensgruppe sind wir für die Zukunft des Internethandels und für weiteres Wachstum noch besser aufgestellt", erklärt Heckel. "Wir sehen in diesem Zusammenschluss vielfältiges Synergiepotenzial, das wir ausschöpfen und unseren Kunden zugute kommen lassen werden." redcoon wurde 2003 in Aschaffenburg gegründet und hat im Geschäftsjahr 2009/2010 einen Umsatz von 354 Millionen Euro erwirtschaftet.

Metro-Vorstandsvorsitzender Eckhard Cordes hatte bereits in der vergangenen Woche bei der Präsentation der Geschäftszahlen für 2010 angedeutet, dass sein Konzern den Kauf eines Onlinehändlers plane. Bereits 2010 wollte die Metro einen Onlinevertrieb für seine Elektronikmärkte Saturn und Media Markt aufbauen - dann verzögerte sich der Start jedoch. Im Januar gab die Media-Saturn-Gruppe bekannt, Ende diesen Jahres wieder in den deutschen E-Commerce einzusteigen.

Das Problem von Media-Saturn ist das Geschäftsmodell im stationären Handel. So können alle Filialen eigenständig über ihr Sortiment und ihre Preise bestimmen. Das aber lässt sich nicht auf den Onlinehandel übertragen. Media Markt bietet seit August 2010 ein Downloadportal für Filme, im Dezember kamen auch E-Books dazu. Metro hält 75 Prozent an der Media-Saturn-Gruppe.


Anzeige



Kommentare

Unternehmensberatung Michael Wiechert am 30.03.2011

Folgerichtig für die Metro - doch bringt dies Saturn & Mediamarkt was?

Für die Metro ist dies sicherlich soweit folgerichtig - auf den ersten Blick. Andererseits scheinen die Synergien, so Redcoon eine eigenständige Marke und Geschäftseinheit mit eigener Preis- und Sortimentspolitik bleibt, für Saturn und MediaMarkt eher gering.

Dies ist ja nicht mit Rewe / ProMarkt zu vergleichen, die die Plattform MyBy gekauft und auf ProMarkt umgeflaggt haben.

Und ob bei Saturn & MediaMarkt jetzt soviel mehr E-Commerce-Knowhow ankommt, nur weil zum Metrokonzern jetzt auch ein reiner Onlinehändler gehört, ist doch eher zweifelhaft - denn schon heute scheinen die verschiedensten Handelsunternehmen im Metro-Konzern ihre Onlineakivitäten eher autonom anzugehen.

TOP-THEMEN

Pinterest für Einsteiger

Pinterest ist nicht zu stoppen: Seit Monaten gilt die Pinnwand als der neue Trend in Sachen Social Media. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit sechs Quick-Steps vom neuen Hype profitieren. mehr
Zukunftsstudie der Deutschen Post DHL

Ranking: Die erfolgreichsten Social-Media-Händler

Wer die beliebtesten US-Händler in den sozialen Netzwerken sind, lässt sich in diesem Top-250-Ranking auf einen Blick feststellen. mehr
Mark Zuckerberg

Die Facebook-Story in Bildern

Vom Uni-Abbrecher zum Milliardär: Der Facebook-IPO markiert den vorläufigen Höhepunkt einer einzigartigen Karriere. Wir haben die wichtigsten Stationen nachgezeichnet. mehr

Newsletter

Zweimal täglich das Neueste aus Online-Marketing, E-Commerce, Online-Recht und Technik sowie topaktuelle Personalien. Jetzt kostenlos bestellen!



Umfrage

Mit einem Preis von 38 Dollar je Aktie brachte es Facebook auf eine Bewertung von 104 Milliarden US-Dollar. Das ist 4,5 mal mehr als Google zugebilligt wurde. In Kontrast zur Rekordbewertung steht ein Gewinn von gerade mal 1,1 Milliarden Dollar in 2011. Ist Facebook überbewertet?

Ist Facebook 104 Milliarden US-Dollar wert?

Top 10 Artikel

Ausgabe 26

Internet World Business

Ausgabe 06/2012

"Wir freuen uns auf die Messe"

Am 27. und 28. März öffnet die Internet World in München ihre Tore für Fachbesucher weiterlesen
Apps richtig analysieren (Foto: istockphoto.com/Creativeye

Apps richtig analysieren

Wie lässt sich die Webanalyse auf mobile Apps übertragen und was es dabei zu beachten gilt mehr
Conversion-Optimierung mit Webanalyse (Foto: istockphoto.vom/mbortolino)

Conversion-Optimierung mit Webanalyse

Um die Schwachstellen eines Shops zu finden, müssen dessen Inhalte regelmäßig kontrolliert werden. Wie Händler ihr Monitoring verbessern können mehr
Tipps für intensivere Kundenbeziehungen (Foto: istockphoto.com/boryak)

Tipps für intensivere Kundenbeziehungen

Der Markt für Computerspiele wächst. Um davon zu profitieren, sollten Anbieter auch auf Mailmarketing setzen. So binden Sie Ihre Spieler mehr