INTERNET WORLD Business lässt Preisvergleichsdienste bewerten
INTERNET WORLD Business lässt Preisvergleichsdienste bewerten
Preisroboter.de schneidet am besten ab
07.06.2010 12:00 Antonia Donella
Deutschlands Webhändler haben abgestimmt: Der Zwickauer Dienst Preisroboter.de ist Deutschlands bestes Preisportal. Das ergab ein Check der INTERNET WORLD Business. Insgesamt schnitten die Dienste jedoch nur mittelmäßig ab.
Die INTERNET WORLD Business hatte Online-Shopbetreiber aufgefordert, die Traffic-Lieferanten anhand von zehn Kriterien zu bewerten. Das Ergebnis: Preisroboter.de erreichte mit einer Gesamtnote von 2,6 (Durchschnitt der Noten aus allen Teildisziplinen) als einziger Dienst eine Zwei vor dem Komma und war damit Gesamtsieger im Servicetest.
Rang zwei geht an Preissuchmaschine.de (Schulnote 3,0). Auf dem dritten Platz steht die Mannschaft von Idealo mit der Gesamtnote 3,2. Schlusslicht im Ranking bilden der deutsche Ableger des US-Preisvergleichsdienstes Shopzilla (Schulnote 3,6) und die Plattform Preisvgl.de, die mit 1,8 Millionen Unique Visitors Rang acht im Reichweiten-Ranking erklomm.
Auffallend: Der Spitzenreiter Preisroboter.de sicherte sich nicht nur den Gesamtsieg, sondern eroberte auch in allen Teildisziplinen das Siegertreppchen. Die Shops bescheinigten den Zwickauern die beste Reichweite (Note 2,4), das beste redaktionelle Umfeld (Note 2,6), die beste Klickqualität (Note 2,5), die beste technische Anbindung (Note 2,1), die beste Erreichbarkeit (Note 2,7), die höchste Kompetenz der Ansprechpartner (Note 2,5), das beste Preis-/Leistungsverhältnis (Note 2,3) und das beste Reporting (Note 2,9). Lediglich beim Beschwerdemanagement (Note 3,0) und der Betrugsbekämpfung (Note 3,1) stand eine Drei vor dem Komma. Dennoch reichte es für den Klassensieg.
Der Zweite im Gesamtranking, Preissuchmaschine.de, konnte sich auch in fast allen Teilkategorien auf dem zweiten Platz behaupten. Verhältnismäßig schlechte Noten verteilten die Händler lediglich für die Reichweite, wo es mit einer 3,0 nur für den siebten Platz reichte.
Auch der Drittplatzierte Idealo.de spielte in fast allen Kategorien in den oberen Rängen mit. Nur beim Beschwerdemanagement sollten die Berliner nach dem Votum der Händler künftig stärker serviceorientiert auftreten. Mit einer Note von 3,6 liegt das Unternehmen hier an drittletzter Stelle vor Shopzilla.de und Preisvgl.de. Ebenfalls eine Gesamtnote von 3,2 erzielten Preisvergleich.de und Guenstiger.de. Allerdings lagen sie bei den hinteren Kommastellen hinter dem Konkurrenten Idealo.de.
Zur Methode:
97 Shopbetreiber, die Preisvergleichsdienste als Traffic-Lieferanten nutzen, bewerteten die Plattformen Billiger.de, Geizkragen.de, Guenstiger.de, Idealo.de, Preisroboter.de, Preissuchmaschine.de, Preisvergleich.de, Preisvgl.de, Shopping.com und Shopzilla.de anhand von Kriterien wie Reichweite, inhaltliche Qualität, Conversion Rates, Service, Preis-Leistungsverhältnis, Reporting oder Betrugsbekämpfung. Unterstützt wurde die Studie durch den Bundesverband des Versandhandels, die Shopping-Plattform Tradoria und den Shop-Zertifizierer Trusted Shops, die in ihren wöchentlichen Newslettern auf die Befragung hinwiesen. Der Check ist nicht repräsentativ.
Fine Art am 25.06.2010
Lächerlich
Preisroboter direkt mit qualitativen Preisvergleichen zu messen ist ein Witz. Welcher Shopbetreiber, der etwas auf sich hält, will den seine potentiellen Kunden hier finden? Gibt es nicht auch einen gewissen Anspruch an die Matchingqualität und die Darstellung der Ergebnisse. Ausserdem: Wer billig kauft, kauft zweimal! Mich würde hier mal die Stornoquote interessieren.
Modern Heinrich am 21.06.2010
Ausgesuchte Portals?
Ich würde sagen keine große Überraschung. Idealo und Preisroboter erzeugen am meisten Traffic. Für mich fehlt die Aufklärung und die Tiefe des Befragung. Ich wundere mich wie könnte Nielsen Group zu solche Umfrage. Ich sehe viel mehr ein Artikel die eigene Meinung ausdrückt, als eine Empirische Untersuchung. Außerdem nach meine Kentnis gehört auch evendi in den top 10 preisvergleiche De. Wie haben Sie die 10 ausgesucht?
Alvin am 13.06.2010
Hmmmmm
Ich finde es ja gut, dass die IWB Stellung nimmt, aber wo ist denn bitte der Unterschied für einen Onlineshop zwischen einem Ciao und einem Idealo?
Ob es sich um eine Community mit Preisvergleichsfunktion oder einen reinen Preisvergleich handelt, ist für den Shop doch völlig egal.
Entscheidend sind doch: Anzahl Klicks, CPC, Conversionsrate und durchschnittlicher Warenkorb.
Dominik Grollmann, Chefredakteur INTERNET WORLD Business am 10.06.2010
Zu Ihren Fragen
@ Peter Kranz
>> Es sieht danach aus, als wenn die
>> Datenbasis der 3000 Shops von Trusted Shops kommt.
Wir haben ein eigenes Mailing an Leser und Web-Shopbetreiber versand. Außerdem haben Trusted Shops, der Bundesverband der Versandhändler (bvh) und die Shopping-Plattform in ihren Newslettern bzw. Blogs auf unsere Umfrage hingewiesen.
@Hans D.
Wir haben uns dafür entschieden, zwischen Bewertungssportalen und Preisvergleich zu unterscheiden. Man kann die Entscheidung sicher diskutieren. Ich halte sie aber gar nicht mal für falsch, denn sonst würden die Früchte die man vergleicht doch sehr unterschiedlich.
@Martin
Es liegt uns wirklich völlig fern, einen Preisvergleichsdienst aus undurchsichtigen Gründen hervorzuheben. Wir wollen tatsächlich das Stimmungsbild der Händler wiedergeben und den Preisvergleichsdiensten zeigen, wie sie wahrgenommen werden.
Martin am 10.06.2010
Kommentar zur Stellungnahme
Hallo Herr Grollmann,
vielen Dank für die Stellungnahme.
* "Die zum Teil überraschenden Ergebnisse der Umfrage hätten wir vermutlich besser interpretieren sollen."
Das ist aus meiner Sicht zu wenig. Immerhin haben Sie den Beitrag auf die Titelseite des Blatts gehoben, statt ihn irgendwo kleinlaut online zu verstecken.
* Zu 2.: Es gibt auch Leute, die schlau manipulieren. Dazu gehört ein bisschen Gefühl und Technik-Kenntnis und schon merkt es keiner. Nur, dass das Ergebnis einfach nicht mehr hinhauen kann sollte stutzig machen. Lustig ist, dass Sie den Artikel nicht verändern und den Link auf Preisroboter drin lassen. Bringt den Verdacht auf, dass Sie die unterstützen wollen. Viele Leser kommen gar nicht zu den Kommentaren.
* Zu 3.: Bloß weil Nielsen etwas Preisvergleich nennt, ist es für sie gleich einer? Nielsen ist eine US-Firma, der Content ist nicht besonders gut gepflegt. Etwas mehr Internet-Knowhow sollte man ihnen zutrauen. Desweiteren gibt es Reichweite und Reichweite. Das ist insbesondere in den Medien scheinbar unbekannt obwohl doch gerade die Medien es sind, die fleißig IVW manipulieren.
Insgesamt, trotz Entschuldigung, eine echte Blamage für IWB.
Hans D. am 10.06.2010
Fragen über Fragen
Ich finde es toll, dass die IWB Stellung nimmt.
Aber eine Frage stellt sich:
Sie schreiben:
Zu 3. (Auswahl der Dienste u. Kriterien)
Die Auswahl der abgefragten Dienste erfolgte nicht nach inhaltlichen Kriterien, sondern nach deren Reichweite. Wir haben dazu das Marktforschungsinstitut Nielsen befragt.
Aber in der Printausgabe schreiben Sie, dass Ciao.de und Dooyoo.de inhaltlich nicht dazupassen und aus diesem Grund herausgenommen worden sind.
Wenn es nur nach Reichweite gegangen ist, dürfen diese beiden Seiten nicht aber fehlen.
Irgendwie passt das nicht zusammen.
Mal hü, mal hott.
Peter Kranz am 10.06.2010
Wichtige Frage
Es sieht danach aus, als wenn die Datenbasis der 3000 Shops von Trusted Shops kommt.
Ist das der Fall?
Dominik Grollmann, Chefredakteur INTERNET WORLD Business am 10.06.2010
Zur Kritik und zur Methode der Umfrage
Hallo zusammen,
erst einmal freue ich mich über die Diskussion, auch wenn sie viel Kritik enthält, auf die ich aber gerne eingehe. Ich fasse dazu vielleicht die aufgeworfenen Fragen und in den Kommentaren enthaltene Kritik zu den wichtigsten Punkten zusammen, um strukturiert antworten zu können:
1. Kritik: Die Samplemenge ist zu klein, die Umfrage ist nicht repräsentativ
2. Kritk: Die Umfrage ist manipuliert, Preisroboter hat in allen Kriterien am besten abgeschnitten
3. KritiK: Es wurden nicht miteinander vergleichbare Preisvergleichstdienste abgefragt / Die Kriterien passen nicht zu allen Dienste
Zu 1. (Samplemenge/Repräsentativität)
Die Umfrage ist nicht repräsentativ, das ist richtig. Sie war nie als eine repräsentative Studie angelegt. Daraus haben wir daher auch keinen Hehl gemacht. Auch nicht aus der relativ geringen Fallzahl.
Zu unserer Methodik: Wir haben rund 3.000 Händler eingeladen und 146 Antworten erhalten. Weil wir u.a. nur Antworten von Händlern berücksichtigt haben, die über Erfahrungen mit mehreren Preisvergleichsdiensten verfügen, haben wir davon zuletzt 97 Antworten berücksichtigt. Bei der Umfrage handelt es sich also eindeutig um ein Stimmungsbild unter Händlern. Wer eine repräsentative Umfrage erwartet, muss natürlich enttäuscht sein.
Zu 2. (Manipulation)
Insgesamt haben die Anbieter schlecht abgeschnitten. Selbst der Bestplatzierte kann mit dem Ergebnis eigentlich nicht zufrieden sein. Er wurde nur mit "befriedigend" bewertet. Das spricht schon auf den ersten Blick gegen eine Manipulation.
Es ist richtig, dass wir auf eine Registrierung verzichtet haben, um die Hürden gering zu halten. Davon abgesehen sind wir aber natürlich nicht auf der Brennsupp'n daher geschwommen :-). Wir haben sowohl die IP-Adressen ausgewertet, als auch die zeitliche Abfolge der Antworten und deren Inhalt. Mehrfachabstimmungen sind uns ebenso aufgefallen, wie zeitlich kurz aufeinanderfolgende. Außerdem ist es uns aufgefallen, wenn ein Anbieter plötzlich mehrfach vom Durchschnitt krass abweichend Noten bekommen hätte.
Zu 3. (Auswahl der Dienste u. Kriterien)
Die Auswahl der abgefragten Dienste erfolgte nicht nach inhaltlichen Kriterien, sondern nach deren Reichweite. Wir haben dazu das Marktforschungsinstitut Nielsen befragt. Dieses Verfahren erscheint uns am fairsten, um die relevanten Angebote zu identifizieren. Bei der Auswahl der Kriterien haben wir bewusst darauf verzichtet, nur solche abzufragen, die von allen Suchmaschinen geboten werden. Es würde den Angeboten sicherlich auch am wenigsten gerecht werden, wenn wir nur den "Minimalkonsens", also die Services, die von allen angeboten werden, berücksichtigt hätten.
Wir haben daher alle relevanten Kriterien abgefragt, die ein Preisvergleichsdienst anbieten *kann*. Dass die Antworten nicht unbedingt streng logisch ausfallen, muss man zugeben. Das liegt im Design der Umfrage begründet. Andererseits kann natürlich auch ein zunächst unlogisches Ergebnis am Ende ein aussagekräftiges sein. Wenn man beispielsweise Internetnutzer nach der Contentqualität von Google und Yahoo befragen würde, wäre es nicht überraschend, wenn Google besser abschneiden würde - obwohl es eigentlich gar keinen Content gibt. Man muss das Ergebnis allerdings interpretieren. Das hätten wir vielleicht ausführlicher tun sollen.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Bei der Umfrage handelt sich um ein Stimmungsbild unter Online-Händlern. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, dieser Eindruck soll auch nicht entstehen. Es handelt sich auch nicht um einen systematischen Vergleichstest, sondern um ein subjektives Stimmungsbild. Die zum Teil überraschenden Ergebnisse der Umfrage hätten wir vermutlich besser interpretieren sollen. Unser Fehler. Entschuldigung dafür.
Ärgerlich am 10.06.2010
Stellungnahme
Ich denke in Anbetracht der zahlreichen Kommentare und der wirklich skurrilen Umfrage, die hier zur Debatte steht, sollte IW langsam eine Stellungnahme zu dem Thema abgeben. Ich denke, dass diesen Artikel noch weitaus mehr Leser für höchst fragwürdig halten. Eine Reaktion wäre also angemessen.
Peter Pan am 10.06.2010
Erschütterung
Da bleibt einem echt die Luft weg. Dieser Umfrage reflektiert in großne Teilen das absolute Gegenteil der Realität.
Und vor allem schreibt die IW in einem Absatz: Auffallend dass Preisroboter in allen Teilbereichen den ersten Platz gemacht hat.
Wenn man sich die Umfrage anschaut, dann weiß man genau, wie das geschehen konnte.
IW, bitte tut was! Ihr habt da anscheinend wirklich einen Fehler gemacht. Die Resultate der Umfrage sind absolut unglaubwürdig.
Herr Keuner am 10.06.2010
Unverständlich
Erhebung? Größe der Stichprobe? Qualitätssicherung?
V.a. zum ersten Fragezeichen:
Wer die Umfrage noch mal nachvollziehen möchte, kann das unter http://www.internetworld.de/survey tun. Dies erfordert keine Login-Informationen für einen personalisierten Zugriff und auch keine Angabe eines numerischen Codes, um zumindest mögliche Mehrfach-Zugriffe auszuschließen. So kann mit dem Link also jeder mal (oder mehrmals) ...
Pare am 09.06.2010
Was habt ihr euch dabei gedacht? Nichts?
Das hier völlig verschiedene Preisinformationsseiten miteinander verglichen werden, ist jedem Nutzer klar, der einfach mal die o.g. Seiten nacheinander ansurft.
Da ist nichts vergleichbar. Ihr schreibt im letzten Satz auch ein bisschen dreist: "Der Check ist nicht repräsentativ".
Diesen Artikel dann aber noch als Aufmacher für die Printausgabe zu nehmen - sorry Leute. Ihr seid in meiner Credibility mal so um 100% nach unten gerauscht. Herzlichen Glückwunsch.
Martin am 08.06.2010
Zum Totlachen
Wer sich den Test im Haft anschaut, hat kräftig zu lachen. Preisroboter hat bei jedem Teilsegment die mit Abstand beste Note, bei der Contentqualität, Reichweite, Klickqualität, Erreichbarkeit, Kompetenz der Ansprechpartner, Beschwerdemanagement, Betrugsbekämpfung, Qualität des Reportings und technische Anbindung, einfach überall. Wenn das nicht mega gefaked ist.
A. Becker am 07.06.2010
Schlechte Umfrage
Ich habe die Umfrage mittendrin abgebrochen, da ich die Bewertungsmethode mit Schulnoten als nicht akzeptabel empfand.
Bin selbst seit über 3 Jahren mit allen genannten Preissuchmaschinen in Partnerschaft und empfand eine Bewertung dieser mit diesem System als unmöglich. Die Shopbetreiber die da mitgemacht haben, haben meiner Meinung nach einfach irgendetwas ausgewählt ohne jegliche Grundlage oder Erfahrung.
Preisroboter ist billig und funktioniert, die Suchergebnisse dort sind allerdings oftmals schlecht und tägliche updates gibt es dort nur gegen Aufpreis.
Mein Favorit aus pber 30 Partnern: idealo.de !
tom am 07.06.2010
Das Google-Prinzip
Ich denke das Preisroboter hier so gut abschneidet, ist recht einfach zu erklären: Die wirklich einfache Bedienung und das klare, logische Bedieninterface.
Die Preisbänderauswahl ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber wer häufiger nach Preisen sucht, für den ist das kein Problem. Man andere Preissuchmachine in D kommt dagegen so überladen daher, wie Altavista bevor Google dieses verdrängt hat.
Natürlich handelt es sich hierbei um keine wirklich repräsentative Umfrage, dazu ist die Samplemenge viel zu klein, und auch die Auswahlmethodik der Teilnehmer sicher nicht ideal, aber das hat die IW ja ausreichend dokumentiert. Als Trendindikator trotzdem OK.
Tiffi am 07.06.2010
Stichprobe
Befragt wurden "97 Shopbetreiber, die Preisvergleichsdienste als Traffic-Lieferanten nutzen" -
nach einer Untersuchung mit vernünftiger Stichprobe klingt das nicht. Wie können die Händler die Leistungen vergleichen? Sind die Händler bei allen angegebenen Portalen gelistet?
Witzroboter am 07.06.2010
Suspekt
Wie hier bewertet wurde kann ich absolut nicht nachvollziehen.
Einfache Suchanfragen à la "Digitalkamera" oder "Apple Ipod" liefern bei Preisroboter.de ein ernüchterndes Ergebnis in Form von niederpreisigen Zuberhörartikeln ans Tageslicht. Zudem bestehen keine Sammelprodukte, es wird nur eine Ergebnisliste angezeig.
Ein Preisvergleich sieht anders aus....