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Datenpanne bei Schlecker

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Datenpanne bei Schlecker

Kundendaten öffentlich im Netz

Datenpanne bei Schlecker (Foto: fotolia.de/Phototom)

Die Daten von 150.000 Onlinekunden von Schlecker standen ungeschützt im Web. Die Drogeriekette bestätigte gegenüber internetworld.de, dass Informationen unbefugt abgerufen wurden. Das Leck könnte aber auch andere Unternehmen und Institutionen betreffen.

Das Sicherheitsleck umfasste laut Datenschützer Tobias Huch 50.000 Datensätze mit detaillierten Adressangaben. Problematisch sei dabei vor allem, dass darunter auch Kundenprofile seien, die Aufschluss über die Interessen und das Kaufverhalten der Kunden gebe, zitiert bild.de Huch. "Durch Zufall sind wir über diese Datenlücke gestolpert. Dann merkten wir: Das ist keine Lücke, das ist der Tag der offenen Tür."

Zusätzlich sollen noch 7,1 Millionen E-Mail-Adressen ohne weitere Angaben abrufbar gewesen sein. Diese Personen hatten sich für den Newsletter der Drogeriekette registriert.

Ein Schlecker-Sprecher betonte gegenüber internetworld.de, dass keine Passwörter, Kontonummern oder andere Zahlungsdaten in den Datensätzen enthalten gewesen seien. "Betroffen sind nicht die Daten des Schlecker-Onlineshops, sondern lediglich Daten, die für die Werbekommunikation verwendet wurden".

Das Unternehmen hat sofort nach Bekanntwerden der Datenpanne mit dem Schließen der Sicherheitslücke durch seinen verantwortlichen Internetdienstleister reagiert. Dieser betreut auch Bundesbehörden und Großunternehmen, so dass das Sicherheitsleck eventuell auch weitere Datenbanken betreffen könnte. Die Schlecker-Kunden sollen umfassend über die Panne informiert werden. Schlecker bestätigte, dass auf die Daten zugegriffen worden sei.

Von Datenpannen betroffen waren in der Vergangenheit vor allem soziale Netzwerke. Im Juli hatte ein US-amerikanischer Hacker die Profile von 170 Millionen Facebook-Usern abgegriffen. Auch bei den deutschen VZ-Netzwerken waren im Mai 2010 über einen Crawling-Angriff Nutzerprofile gehackt worden.


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