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Amazons Cyber Monday wirkt nach

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Amazons Cyber Monday wirkt nach

Hohn und Spott für eine verpatzte Aktion

Amazons Cyber Monday wirkt nach

Lange im Gespräch zu bleiben - das wünschen sich viele Händler nach Marketingaktionen. Amazons Cyber Monday brachte dem Onlinehändler lang anhaltende Kritik, denn viele Nutzer kamen nicht in den Genuss der reduzierten Angebote. Die Zahl der wütenden Kommentare auf Facebook wächst weiter an.

In den knapp 1.500 Kommentaren auf der Facebook-Seite bezeichneten viele User die Aktion als "Frechheit", "Glückspiel" oder gar "Betrug". Inzwischen ist der Zorn in Hohn umgeschlagen. Jeden Tag präsentiert Amazon ein neues Produkt oder einen Sortimentsbereich. Und jedes Mal witzeln die User auf der Facebook-Seite über einen möglicherweise begrenzten Warenbestand, Verzögerungen im Bestellablauf oder die Länge der Aktion.

Zur Einführung der Winterreifenpflicht am 1. Dezember 2010 hatte der Onlinehändler eine Aktion zum Thema Reifenwechsel gestartet, um Autoreifen und Wagenheber an die Frau oder den Mann zu bringen. Die Nutzer reagierten mit Kommentaren wie "In welchem Zeitraum gibt's die denn? Ist nur einer vorrätig oder kann ich auch vier für mein Auto bestellen?" Auch bei den Folgeaktionen hagelte es kritische Kommentare. Immer wieder gibt es Beschwerden darüber, dass die vergünstigten Artikel Sekunden nach dem Start der Aktion ausverkauft, zugleich aber noch zum normalen Preis erhältlich waren.

Für diesen Aspekt interessiert sich auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der gegenwärtig eine Abmahnung prüft. Derartige Lockvogelangebote seien nach Auffassung des Verbandes unlauterer Wettbewerb. Es ist zwar normal, dass solche Angebote schnell vergriffen sind, jedoch scheinen im Fall von Amazon viel zu geringe Stückzahlen vorgehalten worden zu sein. Laut Amazon kam der Ansturm auf die Produkte keineswegs überraschend. Im Vorfeld des Cyber Monday hat Amazon seine Kunden gebeten, ihre Lieblingsprodukte auszuwählen. Davon ausgehend konnte das Unternehmen zumindest grob abschätzen, wie groß das Interesse der Nutzer ausfallen würde.

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