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Neue Reisesuchmaschine für Nischenangebote

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Neue Reisesuchmaschine für Nischenangebote

"Facebook gibt uns Rückenwind"

Neue Reisesuchmaschine für Nischenangebote

Setzt auf Social Media: Scheffelmeier

Interview Wandern in China, Kochkurs in Marrakesch, Übernachten im Baumhaus - pocketvillage bündelt Angebote für außergewöhnliche Reisen. Die Suchmaschine geht heute um 14 Uhr offiziell auf der ITB Berlin an den Start. internetworld.de sprach mit Matthias Scheffelmeier, einem der fünf Gründer, über Geschäftsmodelle, Unterstützer in Social Media und den Inhalt seines virtuellen Koffers.

Herr Scheffelmeier, heute ist der offizielle Start von pocketvillage, Ihrer Reisesuchmaschine für Nischenangebote. Wie viele Partner und Angebote sind bereits integriert?

Matthias Scheffelmeier: Derzeit bieten wir 11.000 Mehrtagestouren, Aktivitäten und Unterkünfte. Zum Start dabei sind 23 Partner, die unser Geschäftsführer Florian Harkort in persönlichen Gesprächen und Mails überzeugt hat. Das war harte Arbeit, denn wir hatten ja nichts in der Hand. Mit hunderten weiteren Unternehmen sind wir im Gespräch.

Auf welcher Basis arbeiten Sie mit Ihren Partnern zusammen?

Scheffelmeier: Wir rechnen über das klassische Affiliatemodell ab, behalten also fünf bis zehn Prozent der Buchungssumme ein, die über pocketvillage erzielt wird.

Wie suchen Sie Ihre Partner aus?

Scheffelmeier: Das Programm sollte „extraordinary“ sein, also Außergewöhnliches bieten. Dazu zählen Abenteuerurlaube, nachhaltige oder umweltfreundliche Reisen sowie Touren mit lokalem Bezug oder kulturellem Schwerpunkt.

Das erinnert an Intrepid, die Gruppenreisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln organisieren.

Scheffelmeier: Genau. Intrepid war einer unserer Wunschpartner, deswegen freuen wir uns auch sehr, dass sie als Partner an Bord sind – ebenso wie responsibletravel.com, der Marktführer bei nachhaltigen Reisen.

Welche Zahlen müssen Sie zu welchem Zeitpunkt erreichen, damit sich pocketvillage halten kann?

Scheffelmeier: Wenn wir im Oktober dieses Jahres monatlich 15.000 Nutzer haben, von denen drei Prozent für durchschnittlich 400 Euro buchen, dann können wir Fixkosten und unsere Gehälter abdecken.

Und welches Ergebnis macht Sie glücklich?

Scheffelmeier: Wir hoffen, dass wir bis Ende des Jahres 100.000 Nutzer pro Monat auf unsere Seite ziehen und damit auch Marketingmaßnahmen und weitere Investitionen aus dem Umsatz bezahlen können. Natürlich sind wir auch für externe Investoren offen.

Für ein Unternehmen, das erst startet, hat pocketvillage auf Facebook schon sehr viele Fans, nämlich mehr als 1.200 Personen.

Scheffelmeier: Wir haben von Anfang an viel Wert darauf gelegt, eine treue Gemeinde aufzubauen, die uns schon im Vorfeld unterstützt. Das gibt uns Rückenwind.

Welche weiteren Marketingmaßnahmen planen Sie?

Scheffelmeier: Social-Media-Marketing wird für uns am wichtigsten bleiben, das entspricht unserer Natur. Wir möchten auch Adwords- und Facebook-Werbung schalten, fürchten jedoch, dass das für uns kaum zu finanzieren sein wird, der Reisemarkt ist schließlich stark umkämpft. Und wir möchten im Bereich PR aktiv werden und die Menschen auf diesem Weg davon überzeugen, dass sie alle interessanten Angebote bei uns finden.

Bei pocketvillage können die Nutzer einen virtuellen Koffer packen. Was ist in Ihrem?

Scheffelmeier: In meinem ist ein Museumsführer, der steht für Kultur, und ein Surfbrett, weil ich das Meer liebe. Über die Inspire-Me-Suche bekomme ich dann alle Reisen angezeigt, die eine möglichst große Schnittmenge der von mir ausgewählten Kategorien bilden. In meinem Fall könnte das ein Urlaub sein, der erst in eine Stadt führt und dann an den Strand.


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