Mit Neuromarketing zu mehr E-Commerce-Umsatz
"Die Konversion passiert im Kopf"
13.04.2011 10:35 Tanja Gabler live vom Internet World Kongress
"Kaufentscheidungen fallen zu 80 Prozent emotional", erklärt Matthias Höfer, Projektleiter E-Commerce bei T-Systems Multimedia Solutions, auf dem Internet World Kongress in München.
Ziel des Neuromarketings ist es herauszufinden, was beim Einkauf in den Köpfen passiert - und welchen Einfluss Gefühle dabei haben. "Entscheidungen ohne emotionale Komponente sind für uns bedeutungslos", so Höfer. Bei starken Marken würden die Areale fürs Nachdenken abgeschaltet und die fürs Handeln aktiviert. "Es gibt auch keine rationalen Entscheidungen, sondern nur emotionale Entscheidungen mit positiven Folgen."
Viele Signale werden vom Gehirn des Kunden direkt in Verhalten umgesetzt, ohne dass es dieser merkt. "80 Prozent unserer Entscheidungen werden unbewusst getroffen, der Rest wird von äußeren Faktoren beeinflusst." Am wichtigsten sind Höfer zufolge optische Informationen: Um Kaufreize auszulösen, müssen dominierende Bildreize gesetzt werden.
"Die Konversion passiert im Kopf des Kunden", erklärt Höfer. Die große Mehrheit, nämlich 94 Prozent der Abbrüche, passieren in den ersten zwei Klicks. Firmen sollten sich überlegen, ob sie eher auf Abenteuer oder auf Sicherheit setzten - und ihre Optik entsprechend anpassen.
Für alle Shops gilt: Die Angebotspräsentation für den Kunden sollte möglichst alle Sinne ansprechen. Fakten seien vom Gehirn nur schwer zu verarbeiten.
franz wanner am 14.04.2011
kopfkonversion und Bauchgefühl
Mag Herr Höfer gesagt haben, was er gesagt hat – die Reduktion auf die Zitate läßt uns nur erahnen, was Tanja Gabler davon erfasst hat oder beachtenswert fand.
Und ich teile deine Schlußfolgerungen.
Und schlußfolgere selber:
Es geht um die Kaufentscheidung, als provozierte Zielstellung, deren Erfüllung das eigene Tun dient. Das ist völlig o.K.
Aber nebenher werden Ware und Mensch nebensächlich. Was verkauft wird und für welchen Nutzen ist völlig egal. (muss man ja nicht böswillig nehmen)
Aber auch der Mensch wird zum Objekt des Tuns.(Auch das ist normal)
Weniger beruhigend ist, dass er nie wieder als Souverän entlassen wird. Wird er doch der Hybris ausgeliefert, immer praktisch der dressierte Hund zu sein, wo er sich vermeintlich als individuelle Katze glaubt.
Dazu kommt die unverhohlene Debatte, dass das vermeintliche Individuum eben immer nur Marionette ist, an deren Fäden fremde Lobbyisten hantieren.
http://blog.corporatebookstore.de/2011/04/aufs-neue-ich-weis-dass-ich-nicht-weis-die-konversion-passiert-im-kopf/