Mit Fotos den Umsatz im Onlineshop steigern
Bekennen Sie Farbe
02.08.2010 08:49 tga
Der Onlinehandel mit Mode wächst - Bilder sind dabei ein wichtiger Faktor. Was Modefotos in einem E-Shop leisten müssen, verrät Nicole De Parade von den fotoformplus studios in Hannover.
1. Tempo machen
Nirgendwo kann man Mode schneller kaufen als im Netz. Der Kunde weiß das zu schätzen. Er will sicher sein, dass er online immer das Neueste bekommt. Deshalb ist ein schneller Sortimentswechsel genauso wichtig wie eine schnelle Produktion. Denn je schneller ein neuer Style online ist, desto geringer ist die Gefahr, dass der Onlineshopper diesen irgendwo in der Ladenboutique in der City sieht - und kauft. Die Timeline für die Fotoproduktion sollte je nach Aufwand keinesfalls länger als sieben Werktage sein.
2. Details zeigen
Das Foto muss das fehlende haptische Erlebnis beim Distanzkauf überbrücken. Das funktioniert mit exzellenten Zoomfunktionen - und zwar von Vorder- und Rückseite. Die Grundqualität dafür wird über die Auflösung erreicht: Rund 30 Millionen Pixel sollte ein Shopfoto deshalb in der Rohdatei schon haben, denn nur so kann sich der Onlineshopper förmlich in das Produkt hineinzoomen, online ein Gespür für die Struktur des Materials bekommen und auch das kleinste Detail entdecken - denn diese sind entscheidend für den Kauf. Eine bewährte Produktionsmethode dafür ist zum Beispiel ein Flatshot, bei dem die Ware auf den Tisch gelegt, perfekt ausgeleuchtet und von oben abfotografiert wird.
3. Farbe bekennen
Der Kunde will exakt wissen, was er bekommt. Deshalb ist eine ungenaue Farbdarstellung tödlich für den Onlineshop. Wird aber in der Fotoproduktion ein Multispektralscanner eingesetzt, kann die Retourenquote aktiv gesenkt werden. Das Gerät produziert farbverbindliche digitale Stoffmuster der Ware. Damit kann das Foto in der Post-Production so bearbeitet werden, dass es auf dem Bildschirm des Shoppers farbverbindlich erscheint. Außerdem sind die Farben auch an unterschiedlichen Artikeln vergleichbar, der Farbeindruck eines Shops wird homogener.
4. Drehen und wenden ermöglichen
Im Laden in der City drehen und wenden wir die Ware in der Hand, bevor wir sie kaufen. Das geht im Internet auch - mit 360°-Ansichten. Dafür wird das Produkt auf einen drehbaren Teller gelegt. Eine fest installierte Kamera produziert nun Einzelaufnahmen aus bis zu 24 Perspektiven, die später am Computer zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden. Das Objekt der Begierde kann nun vom Internetkunden in alle Richtungen gedreht, rundherum betrachtet und gezoomt werden. Damit erhöht sich die Verweildauer des Nutzers, der „sein“ Produkt spielerisch erkundet. Das beeinflusst die Kaufentscheidung positiv.
5. Casting outsourcen
Die Auswahl der passenden Models ist ein entscheidender Verkaufstreiber. Deshalb sollte man das Casting einem professionellen Dienstleister überlassen. Das ist in der Regel wirtschaftlicher, außerdem haben Modelbooker das Ohr am Puls der Zeit und finden schneller genau die Models, die das Markenimage perfekt unterstreichen. Wichtig: Full-Face-Bilder sind zwar imagelastiger, aber von den Bildrechten her komplexer und deshalb deutlich teurer. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Gesichter von der Kleidung ablenken. Deshalb sollte man auch über Semi-Face oder Non-Face-Aufnahmen nachdenken.