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Deutsche Post startet den E-Postbrief

Das Briefgeheimnis im Internet

Deutsche Post startet den E-Postbrief

Gegenwind für die De-Mail-Initiative der Bundesregierung: Die Deutsche Post, die Anfangs ebenfalls noch hinter De-Mail stand, startet heute seinen Konkurrenzdienst E-Postbrief. Dabei werden E-Mails wahlweise elektronisch oder in gedruckter Form zugestellt.

Der E-Mailversand soll ähnlich wie bei De-Mail durch eine spezielle Authentifizierung und Übertragung deutlich sicherer als bislang sein. Die User können sich ab sofort eine E-Postbrief-Adresse mit der Endung @epost.de reservieren. Dazu müssen sie sich per Postident-Verfahren in einer Postfiliale identifizieren. Dadurch sollen anonyme E-Mails, Spam und auch Adressdiebstahl der Vergangenheit angehören. Zunächst wird der zur Freischaltung benötigte Code per Brief zugestellt. Ab November 2010 soll dieser Schritt dann entfallen.

Zur Authentifizierung kommt zusätzlich das aus dem Onlinebanking bekannte HandyTAN-Verfahren zum Einsatz. Jeder Brief erhält eine qualifizierte elektronische Signatur der Deutschen Post. Der Onlinebrief kostet wie gewohnt 0,55 Euro. Der Nutzer kann dabei jedoch wählen, ob sein Brief elektronisch übermittelt oder ausgedruckt und durch den Briefträger seinen Empfänger erreichen soll. Zusatzleistungen wie Einschreiben oder Farbausdrucke sollen nach den Vorstellungen des Unternehmens jedoch extra kosten. "Wir bringen das Briefgeheimnis ins Internet", gibt sich Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Brief zuversichtlich. Der Erfolg hängt letztlich aber ebenso wie bei De-Mail von der Akzeptanz der Nutzer ab.

Unternehmen und Verwaltungen sollen von diesem Dienst profitieren und bis zu 60 Prozent der Kosten für die Postbearbeitung einsparen können. Dafür werden die Geschäftskunden über ein gesichertes Gateway an das Postsystem angebunden. Hierbei authentifizieren und autorisieren sich die beiden verknüpften Systeme gegenseitig, um die Identität des jeweils anderen zu überprüfen. Als erste Kunden konnte die Deutsche Post dafür das Softwareunternehmen SAP und den Versicherungskonzern Allianz gewinnen, die den E-Postbrief in ihre jeweiligen Kommunikationssysteme einbinden wollen.


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Kommentare

Ich am 25.08.2010

AGB

Aus den AGB des E-Postbriefs:
"Der Nutzer wird daher aufgefordert, mindestens einmal werktäglich den Eingang in seinem Nutzerkonto zu kontrollieren. Von einer regelmäßigen Kenntnisnahme eines E-POSTBRIEFS mit elektronischer Zustellung durch den Privatkunden ist daher spätestens am Werktag nach Eingang im Nutzerkonto auszugehen."

Das war's dann wohl mit dem zweiwöchigen Urlaub!

Carsten am 23.07.2010

Nix da hier

Produkt nicht verstanden, oder Produkt einfach nur bescheuert. Ich bezahl doch nix für etwas, was ich auch für Lau bekomme (klassische Email) Spam kann man löschen und durch Regeln eindämmen.

Einzigen Sinn sehe ich darin, dass Unternehmen mir Ihre Korrespondenz zuschicken und ich nichtmehr wie vorher diesen Abheftwahnsinn habe, also einfach Ordner im PC und gut. Aber das werden ja sicher nicht alle machen insbesondere unsere Erzkonservativen Versicherungen und Banken, so dass wir doppelt Ordnung halten müssen.

Kundenservice am 16.07.2010

Kostenverlagerung

Die Kostensenkung auf Unternehmensseite ist nur eine Kostenverlagerung auf den Kunden, der selbst immer mehr Zeit investieren muss, alle Passwörter sicher zu halten, Rechnungen usw. abzurufen, zu archivieren, auszudrucken am Rechner (Tonerkosten dann beim Kunden, statt Druckkosten beim Anbieter). Ich bleibe beim klassischen Brief.

Halbseggel am 14.07.2010

kostenlos muss nicht sein.

Da ich selbst "im Interent" arbeite gehöre ich wohl nicht zu der "alles umsonst" Fraktion. ;-)

Ein Postfach betreiben geht nunmal nicht umsonst. Ausser man wird wie bei web.de und Konsorten mit Werbung zugepflastert.

Ich würde mir gerne den Gang zum Briefkasten, sofern überhaupt noch einer in der Nähe ist, sparen und Briefe, bzw. Rechnungen per E-Mail->Papier verschicken, da dann auch der kostenpflichtige Signaturservice für el. Rechnungen entfallen könnte. Wenn der Druck/Versand pro farbigem Brief, 30 bis 40 Cent kosten würde wäre es eine Überlegung wert.

Fritz am 14.07.2010

kostenlos

Das sehe ich genau so, die Generation "kostenloses Internet" wird sich auf so etwas nicht einlassen!

Halbseggel am 14.07.2010

Mit den Preisen wird das nix

Ein Brief mit 4 Seiten DIN-A4 mit farbigem Logo = 1€ ???
Da bleib ich doch bei dem Markenkleben.

Völlig daneben ist ja für den Versand einer E-Mail, immerhin bis 20MB, 55 Cent !!!!! zu verlangen.

Das kann ja nicht funktionieren.

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