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Boom bei Handy- und Onlinegames

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Boom bei Handy- und Onlinegames

Wachstumsraten von bis zu 17 Prozent pro Jahr

Boom bei Handy- und Online-Games (Foto: istocckphoto.com/mbaker)

Das Geschäft mit Handyspielen befindet sind auf Wachstumskurs. Zwischen 2011 und 2015 rechnet PriceWaterhouseCoopers mit einer Umsatzsteigerung von durchschnittlich 16,8 Prozent pro Jahr auf 69 Millionen Euro. Auch bei den Onlinegames wird ein sattes Plus erwartet.

"Spiele auf Handy und Smartphone werden dank hochauflösender Bildschirme, schneller Prozessoren und nicht zuletzt der einfachen Installation von Applikationen über das mobile Internet immer attraktiver", sagt Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei der Beratungsgesellschaft . Bis 2015 rechnet er damit, dass mit über fünf Millionen Nutzern rund 40 Prozent mehr Kunden für Handyspiele bezahlen als heute. Dabei waren die Vertriebserlöse in dieser Sparte erst im vergangenen Jahr um knapp 20 Prozent zurückgegangen. Ein Grund waren die gesunkenen Verkaufspreise pro Spiel, für das die Kunden 2010 im Schnitt nur noch 2,57 Euro ausgaben. 2008 waren es noch durchschnittlich 4,55 Euro.

Auch dem Bereich Onlinegaming prognostizieren die Experten von PriceWaterhouseCoopers ebenfalls hohe Wachstumsraten. Bei Abonnements und In-Game-Käufen sollen die Umsätze bis 2015 um durchschnittlich 10,4 Prozent pro Jahr auf insgesamt 446 Millionen Euro steigen. Für 2011 wird ein Zuwachs von 12,5 Prozent auf 300 Millionen Euro erwartet. Positive Impulse sollen zudem vom Cloud-Gaming kommen, bei dem Spiele nicht mehr auf einem Endgerät installiert werden, sondern direkt vom Server des Anbieters gestartet werden. "Cloud-Gaming richtet sich an die Nutzer neuer mobiler Endgeräte wie Tablet-PCs, die mit sehr leistungsfähigen Prozessoren ausgestattet sind und auf eine gute Mobilfunkinfrastruktur zurückgreifen können", so Ballhaus.

Cloud-Gaming bietet auch neue Werbemöglichkeiten, indem virtuelle Werbeflächen jederzeit aktualisiert und an Zielgruppen angepasst werden können. Bis 2015 sollen die Umsätze mit In-Game-Werbung deutlich steigen, um durchschnittlich 10,1 Prozent auf 97 Millionen Euro.

Auch der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware bestätigt den Boom bei Online- und Browsergames. Für das erste Halbjahr 2011 rechnet der Verband mit einem Wachstum um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 154 Millionen Euro. Ein Großteil des Umsatzes, nämlich 107 Millionen Euro, basieren auf Gebühren für Onlineabonnements und dem Verkauf virtueller Güter und Zusatzinhalte.


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