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Abschied vom Multichannel

Seit Februar muss der Onlineshop Plus.de ohne starke Offline-Filialen auskommen. Die nämlich hat Tengelmann-Chef Erivan Haub an Konkurrent Edeka verkauft. Das Onlinegeschäft jedoch verbleibt im Konzern. INTERNET WORLD Business sprach mit Plus-Online-Chef André Kiefermann.

Herr Kiefermann, wie fühlt man sich, wenn man vom Multichannel-Anbieter zum puren Onlineshop wird?

André Kiefermann: Gut. Wir waren bis April 2008 eine 100-prozentige Tochter der Plus Warenhandelsgesellschaft. Seit Mai sind wir eine 100-prozentige Tochter von Tengelmann. Tengelmann-Chef Erivan Haub hat das ganze E-Commerce-Thema zu einem strategischen Unternehmensziel erklärt und das gesamte Know-how dafür liegt derzeit bei uns. Daher werden wir künftig sicherlich nicht mehr nur für Plus.de tätig sein, sondern sukzessive weitere Teile des Konzerns mit unserem Wissen gut befruchten können.

Warum verkaufen Sie denn bislang keine Lebensmittel über das Internet?

Kiefermann: Sicherlich gibt es die Möglichkeit, die ganze Trockennahrung wie Konserven etc. zu verkaufen. Doch das passt nicht in die Unternehmensphilosophie von Plus. Wir wollen auch Frische verkaufen. Und es gibt in Deutschland momentan noch keine so optimierten Prozesse, dass der Salat grün und das Thunfischsteak nicht grün bei den Kunden ankommt. Das wäre ein ganz großes Projekt, wo sicherlich große Logistiker bereits im Vorfeld in die Planung mit eingebunden werden müssten, die die ganze Versorgungs- und Kühlkette sicherstellen.

Aber es gab jüngst Studien, dass gerade im Lebensmittelhandel noch ein Riesenpotenzial für den E-Commerce besteht, weil besonders Mütter und ältere Leute ihre Lebensmittel gerne online bestellen würden.

Kiefermann: Ja, ich fände das auch prima, wenn es so etwas geben würde. Allerdings bin ich weiterhin der Überzeugung, dass das kein Thema für einen Discounter ist. Die Margen im Discount sind so preisaggressiv gesetzt, dass Sie die Refinanzierung nur schaffen würden, wenn Sie im Netz andere Preise nehmen würden als in den Filialen. Und das gäbe eine negative Ausstrahlung und wäre nicht im Sinne des Verbrauchers.

Aber wenn Sie doch jetzt das E-Commerce-Kompetenzteam von Tengelmann sind, dann wäre das doch letztendlich auch ein Thema für Sie?

Kiefermann: Wir denken sicherlich darüber nach, nur es gibt so viele spannende Themen im Nonfood-Bereich zu lösen. Es ist nicht so, dass wir uns nicht an neue Herausforderungen heranwagen. Im vergangenen Jahr, Ende Oktober, haben wir mit der Kleinepreise-Apotheke eine Internet-Apotheke eröffnet. Das Projekt hat auch mehrere Jahre gedauert, bis wir sämtliche logistischen und rechtlichen Probleme gelöst hatten, die so ein Business aufwirft.

Was steht denn an spannenden Nonfood-Themen sonst noch auf Ihrer To-do-Liste?
Kiefermann: Wir werden beispielsweise innerhalb des ersten Halbjahres 2009 einen neuen Shop ins Netz bringen.

Das gesamte Interview lesen Sie in der nächsten Ausgabe der INTERNET WORLD Business, die am kommenden Montag erscheint. Hier geht's zum kostenlosen Probeabo.


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Kommentare

André Kiefermann am 05.03.2009

Plus/ Tengelmann

Vielen Dank für die Blumen. Wir freuen uns, dass Sie in unserem Sortiment nur Knüller entdecken. Was die Breite angeht, derzeit haben wir über 4000 Produkte im Angebot und es werden stetig mehr. Wir sind vor dem Hintergrund sehr interessiert an Ihrer Meinung. Was fehlt Ihnen in unserem Sortiment? Zudem möchten wir gerne verstehen, was unsere Produktpalette mit unserer Pressearbeit zu tun hat. Themen werden von Journalisten qualifiziert und die orientieren sich u.a. an den Lesern. Nutzen Sie doch die Möglichkeit und lesen Sie Artikel nicht, die Sie uninteressant finden.

Klaus Maschmann am 27.02.2009

Tengelmann/Plus

In diesem Interview scheint sich die peinliche Pressearbeit von Plus online nur zu wiederholen.
In der Vergangenheit kamen von Plus Online schon nur Lachnummern, die haben sogar Prüfsiegel und Zahlungssystem in Ermangelung eigen herauszustellender Eigenschaften für Pressbereichte gebraucht. Wer nur Knüller verkauft und nicht die Breite, der kann es eben nicht besser.

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