Bewertung:
  • Currently 3/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

"3.000 Händler geben auf"

3.000 Händler geben auf

Axel Gronen betreibt seit 2002 den Blog Wortfilter.de, der sich ausschließlich mit der Entwicklung auf Ebay beschäftigt.

Die jüngsten Änderungen bei Ebay werden drastische Folgen für manche Händler haben, glaubt Ebay-Beobachter Axel Gronen.

Ebay-Beobachter Axel Gronen hält die jüngsten Änderungen der Verkaufsplattform nicht generell für falsch. Im Gegenteil: Kundenorientierung ist für den Marktplatz überlebensnotwendig. Trotzdem rät er allen Händlern, sich nicht nur auf den Marktplatz zu verlassen. Und: Bald wird es bis zu 3.000 Powerseller weniger geben, glaubt er.

Herr Gronen, was halten Sie von einer Paypal-Pflicht?

Axel Gronen: Auch wenn Ebay das bestreitet: Ich bin überzeugt, dass spätestens im nächsten Jahr Paypal zu einem Pflichtzahlungsmittel für gewerbliche Händler wird. Im Grunde wäre dagegen nichts einzuwenden – wenn denn Paypal zuerst seine Hausaufgaben machen würde und beispielsweise besser mit unberechtigten Käuferbeschwerden umgehen würde.
Der erste große Schritt ist schon gemacht: Ab dem 25. September müssen Ebay-Händler Paypal als Zahlungsweise in den Ebay-Shops akzeptieren. Damit gilt die Paypal-Pflicht faktisch schon heute für die meisten Händler, denn ohne Shops geht es bei Ebay kaum noch.

Was ist daran schlimm? Viele Händler bieten die Zahlungsmethode Paypal doch bereits freiwillig an?

Gronen: Und die anderen tun es deshalb nicht, weil die Margen so knapp sind, dass man nicht noch mehr Prozente an Ebay abgeben kann. Das greift massiv in die Kalkulation der Händler ein und ist in seiner Wirkung nicht berechenbar. Ich hätte es besser gefunden, wenn die Angebotsgebühren die Paypal-Gebühren bereits enthielten. 2005 gingen im Durchschnitt 8,1 Prozent der Umsätze an Ebay, jetzt sind es rund 10,5 Prozent.

Wird das direkte Auswirkungen auf die Händlerschaft haben?

Gronen: Gemeinsam mit anderen Änderungen bei Ebay wird das aus meiner Sicht in nächster Zeit bis zu 3.000 Powerseller entweder ganz aus dem Geschäft treiben oder zumindest aus Ebay. Allerdings steckt da auch eine gesunde Marktbereinigung drin. Ebay hat einen deutlichen Paradigmenwechsel vollzogen hin zu mehr Kundenorientierung.

Seite 1 2 »

Anzeige




TOP-THEMEN

Pinterest für Einsteiger

Pinterest ist nicht zu stoppen: Seit Monaten gilt die Pinnwand als der neue Trend in Sachen Social Media. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit sechs Quick-Steps vom neuen Hype profitieren. mehr
Zukunftsstudie der Deutschen Post DHL

Ranking: Die erfolgreichsten Social-Media-Händler

Wer die beliebtesten US-Händler in den sozialen Netzwerken sind, lässt sich in diesem Top-250-Ranking auf einen Blick feststellen. mehr
Mark Zuckerberg

Die Facebook-Story in Bildern

Vom Uni-Abbrecher zum Milliardär: Der Facebook-IPO markiert den vorläufigen Höhepunkt einer einzigartigen Karriere. Wir haben die wichtigsten Stationen nachgezeichnet. mehr

Newsletter

Zweimal täglich das Neueste aus Online-Marketing, E-Commerce, Online-Recht und Technik sowie topaktuelle Personalien. Jetzt kostenlos bestellen!



Umfrage

Mit einem Preis von 38 Dollar je Aktie brachte es Facebook auf eine Bewertung von 104 Milliarden US-Dollar. Das ist 4,5 mal mehr als Google zugebilligt wurde. In Kontrast zur Rekordbewertung steht ein Gewinn von gerade mal 1,1 Milliarden Dollar in 2011. Ist Facebook überbewertet?

Ist Facebook 104 Milliarden US-Dollar wert?

Top 10 Artikel

Ausgabe 26

Internet World Business

Ausgabe 06/2012

"Wir freuen uns auf die Messe"

Am 27. und 28. März öffnet die Internet World in München ihre Tore für Fachbesucher weiterlesen
Apps richtig analysieren (Foto: istockphoto.com/Creativeye

Apps richtig analysieren

Wie lässt sich die Webanalyse auf mobile Apps übertragen und was es dabei zu beachten gilt mehr
Conversion-Optimierung mit Webanalyse (Foto: istockphoto.vom/mbortolino)

Conversion-Optimierung mit Webanalyse

Um die Schwachstellen eines Shops zu finden, müssen dessen Inhalte regelmäßig kontrolliert werden. Wie Händler ihr Monitoring verbessern können mehr
Tipps für intensivere Kundenbeziehungen (Foto: istockphoto.com/boryak)

Tipps für intensivere Kundenbeziehungen

Der Markt für Computerspiele wächst. Um davon zu profitieren, sollten Anbieter auch auf Mailmarketing setzen. So binden Sie Ihre Spieler mehr