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Darth Vader kriegt Ärger

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24.11.2011

Darth Vader kriegt Ärger

Der Greenpeace-Spot „VW – The Darkside“ gewinnt beim Viral Video Award

 

Lichtschwerter und Jetis: Greenpeace attackiert den „Todesstern VW“ und kämpft für Klimaschutz

Mehr als 44 Millionen Mal wurde das VW-Commercial „Darth Vader – The Force“ auf Youtube angesehen und zählt damit zu den erfolgreichsten viralen Videos überhaupt. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace nutzte diese Aufmerksamkeit und attackierte mit der Parodie „VW – The Dark Side“ den Autokonzern und bekam dafür den Publikumspreis beim diesjährigen Viral Video Award.

Zur Erinnerung: In dem Original-Video, das zum diesjährigen Superbowl Premiere hatte, setzt ein kleiner als Darth Vader verkleideter Junge alles daran, Papas VW per „dunkler Macht“ fernzusteuern.

Greenpeace wiederum hält in seinem Spot die Helden der „Star Wars“-Saga wie Luke Skywalker und C3PO mit Lichtschwertern dagegen und lässt sie den „Todesstern VW“ per Laserstrahl zerstören. Damit kritisiert der Film den Wider-stand des Automobilkonzerns VW gegen das europäische Klimaschutzgesetz.„Noch ist nicht alles verloren, wir spüren deutlich: Es steckt Gutes in Volkswagen!“ forderte Greenpeace in dem Spot und rief zur „Online-Rebellion“ und Unterschriftenaktion auf. Hauptbestandteil der Aktion war die Website www.vwdarkside.com . Greenpeace, so scheint es, entwickelt sich immer mehr zum viralen Schreckgespenst für Großkonzerne. Vergangenes Jahre zwang die Organisation schon Nestlé mit ihrem Kitkat-Palmöl-Schock-Video in die Knie.

Als bestes Viral des Jahres beim diesjährigen Award zeichnete die Fachjury „Aides Graffiti“ von Yoann Lemoine (Frankreich) aus. Begründung: „Das Viral macht mit Hilfe der ‚Kunst des stillen Örtchens‘, den typischen Kritzeleien auf öffentlichen Toiletten, auf das wichtige gesellschaftliche Thema HIV/Aids aufmerksam. Originell, witzig, frivol-frech und ohne erhobenen Zeigefinger.“

Bestes politisches Viral mit den Themen Klima, Demokratie und Gerechtigkeit erhielt „Standing Up for Freedom“ der Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Die tschechisch-spanische Koproduktion von Carlos Lascano „erzählt mit Mitteln der Street Art eine Geschichte, die gleichzeitig bewegt, verstört und berührt“, so die Begründung der Jury. Das Video „vermittelt in surrealem Stil auf den Punkt ein Gefühl für das, wofür Amnesty International seit 50 Jahren steht“.

Der Viral Video Award wird bereits seit 2008 im Rahmen des Internationalen Kurzfilmfestivals Berlin vergeben. Veranstalter sind Interfilm, Zucker Kommunikation und die Heinrich-Böll-Stiftung. Alle Sieger und alle Filme gibt es unter www.viralvideoaward.com zu sehen. häb


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