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Wer kombiniert, profitiert
Ernsting’s Family ließ Shop-Besucher Klamotten kombinieren – und verkaufte mehr
Wie Online-Händler spielerisch ihren Umsatz steigern können, zeigt der Textilunternehmer Ernsting’s Family. Vom 6. bis 26. September konnten Besucher des Webshops Ernstings-family.de mit einem Outfit-Styler à la Polyvore aus der aktuellen Kollektion eigene Outfits erstellen, bei Facebook posten und von einer Fachjury bewerten lassen. Das beliebteste Outfit gewann einen Preis. Die Aktion wurde von der Hamburger ECommerce-Agentur Spot Media umgesetzt. Zum Einsatz kamen etablierte Technologien wie Flash 9, HTML5, Java Script sowie eine Datenbankanbindung mit PHP. Hauptaufgabe des Dienstleisters war es, einerseits den Abverkauf zu fördern und andererseits die Verweildauer der Nutzer im Shop und das Nutzerengagement zu steigern.
Cross-Selling par excellence
Mit dem Ergebnis sind Auftraggeber und Dienstleister gleichermaßen zufrieden: Durch die Verknüpfung von Entertainment und Social Media erzielte die Aktion insgesamt 24.101 Unique Visits. Insgesamt wurden 3.844 Outfits gespeichert. 16 Prozent aller Unique Visits mit Kontakt zu der Aktion haben ihre Kreationen also verewigt. Ein messbarer Unterschied besteht auch in der Anzahl der Produkte pro Auftrag. Pro Conversion wurden von den Outfit-Styler-Nutzern neun Prozent mehr Produkte bestellt und 21 Prozent mehr Umsatz erzeugt. Für Dienstleister Spot Media ein klares Indiz dafür, dass das gesteigerte emotionale User-Engagement tatsächlich die Bereitschaft fördert, mehr passende Kleidungsstücke in Kombination zu bestellen.„Dabei handelt es sich nicht um neue Besucher, sondern um eine nachhaltige Aktivierung der bereits bestehenden Shop-Besucher“, erklärt Arne Liedtke, Web-Analyst bei Spot Media. Bei einer gezielten Analyse der Ernsting’s-Family-Top-User falle außerdem auf, dass sehr aktive Besucher, die nicht mit dem Outfit-Styler in Kontakt waren, weniger bestellt haben als jeder der Top-User, die den Outfit-Styler benutzten.
Dass Ernsting’s Family den Outfit-Styler zunächst nur im Rahmen einer Kampagne nutzte und nicht dauerhaft in die Seite einband, liegt vor allem an einem technischen Problem: Im ersten Schritt war es nicht trivial, die Kleidungsstücke im Outfit-Styler an die Warenwirtschaft anzubinden und den Kunden damit Informationen über Produktverfügbarkeiten zu liefern. Ausgelöst durch die Erfolge der Aktion arbeiten die E-Commerce-Profis von Spot Media in einem zweiten Schritt daran, erstellte Outfits in den kompletten Bestellvorgang zu integrieren. Ziel ist es, den Styler in Zukunft bei besonderen Produktsortimenten einzusetzen und zu erweitern. dz ❚