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Wette auf die Zukunft

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22.11.2010

Wette auf die Zukunft

Crowdpark.de lässt User auf Ereignisse und Sportergebnisse wetten und bietet Prognosen

 

Gründerteam: Stürze, Frindt, Hinterding, Ivanov (von links) setzen auf Wetten und Prognosen im Web

Wann geht Facebook an die Börse? 31 Prozent der Nutzer von Crowdpark glauben, gar nicht. „Wir ermöglichen Wetten für reale Ereignisse in der Zukunft“, erklärt Martin Frindt, Mitgründer von Park Labs, dem Betreiber der Wettund Prognoseplattform Crowdpark.de. Dort tippen Nutzer auf den Ausgang von Zickenkriegen und Wettkämpfen, die Ergebnisse von Geschäften oder auf die Beliebtheit technischer Entwicklungen.

Crowdpark ist die spielerische Variante einer elektronischen Prognose-Website. Solche Plattformen sind zurzeit unter Investoren sehr gesucht, weil sie das Wissen der Onliner-Masse nutzen und wachsen-de Geschäfte versprechen. Firmen oder Aktionäre geben viel für Vorhersagen – etwa zu Kursen oder Märkten. Als Online-Wette können Prognosen wiederum schnelles Geld bringen.

Bei Crowdpark brachte Earlybird nun einen mittleren Millionenbetrag ein. Damit werden die mobile Variante von Crowdpark und das Social Game Bettle weiterentwickelt. „Das breite, von Usern generierte Spektrum von Wettprognosen führt zu Reichweite, hoher Interaktivität und Wiedererkennung“, sagt Earlybird-Partner Christian Nagel. Weiterer Grund für das Investment war der Algorithmus zur Verarbeitung von Daten zu Prognosen, den das Berliner Team für die Plattform konstruierte.

Wer auf Crowdpark tippt, kann dies noch gratis tun. „Wir wollen Reichweite aufbauen“, sagt Frindt. Doch bis Ende des Jahres will das Gründerteam eine Währung für Tipps und Gewinne einführen sowie für kostenpflichtige Addons sorgen, die das Wetten erleichtern oder Gewinnchancen vergrößern. Neben den Spielern sollen die Vermarktung der Seite sowie White-Label-Versionen Einnahmen bringen. Außerdem will Park Labs mittelfristig mit seiner Software seriöse Prognosen vermarkten. „Das B2BGeschäft ist nicht so gut skalierbar wie B2C“, erklärt Frindt, warum der Schwerpunkt auf Spielen liegt. Diese lassen sich auch leichter in den USA vermarkten, wo Crowdpark vor Kurzem startete. vs *


Weitere Bilder


* Im Mai 2009 gründen A. Ivanov, S. Stürze, M. Frindt und I. Hinterding Park Labs. Start von Crowdpark.de: Mai 2010

* Geschäftsmodell: Prognosen und Wetten im Web und in Communitys gegen Einsatz und Verkauf von Add-ons. In Planung: Vermarktung der Seite, White-Label-Version

* Finanzierung: Exist-Gründerstipendium, Business Angels, IBB, Earlybird

* Mitarbeiter: 25

* Internet: www.crowdpark.de; www.parklabs.de


Start-ups

Der Gründergeist im Web ist ungebrochen: Zurzeit werden bevorzugt neue E-Commerce-Modelle, Spiele und praktische Dienstleistungen entwickelt. Um Sie auf dem Laufenden zu halten, stellt INTERNET WORLD Business regelmäßig Start-ups vor. Eine Liste der bereits porträtierten Firmen finden Sie online unter www.internetworld.de/webcode  mit dem Webcode 0802024.



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