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Fashion & Friends: Wie die Modebranche den E-Commerce erobert

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06.07.2009

Kolumne

Fashion & Friends: Wie die Modebranche den E-Commerce erobert

 

Jochen Krisch ist Director E-Commerce bei Optaros. Er bloggt unter* www.exciting commerce.de

Schien E-Commerce bisher vor allem eine Pflichtübung und stand das optimale Darstellen, Suchen und Finden von Produkten im Vordergrund, so beginnt nun die Kür: der Verkauf, die Inszenierung, die Inspiration. Im Modesegment tüfteln derzeit Dutzende von Marken, Händlern und Start-ups daran, den Modebummel auch online so attraktiv und ansprechend wie möglich zu gestalten.

In der Modebranche wird deutlicher denn je, wie vielfältig E-Commerce sein kann und welch unterschiedlichen Herausforderungen dieser Bereich sich stellen muss. Da geht es zum einen darum, wie sich etablierte Modemarken – von S. Oliver bis Hugo Boss – sowie Modehändler – von Breuninger bis Wöhrl und Wormland – online präsentieren. Es geht aber zum anderen auch darum, wie die Labels, die ja in der Regel über keine Versandkompetenz verfügen, ihre Mode online vertreiben können – ob mit auf Mode spezialisierten Fulfillment-Partnern oder mit Unterstützung etablierter Partner wie Yoox oder Herrenausstatter.de.

Vor allen Dingen aber geht es um den Modeverkauf. Und hier können die Modelabels aus dem Vollen schöpfen. Von visuellen Shoppingansätzen bei der Präsentation und der Suche über die Betonung des gemeinsamen Shoppingerlebnisses bis hin zu Live-Shopping-Events wird derzeit alles getestet, was das Kundenherz begehrt. Neue Modeplattformen wie Empora, Stylefruits, Stylight oder in den USA Polyvore, Like.com und Pixazza sprießen aus dem Boden und bieten Modefans einen visuellen Einstieg in die Modewelt. Persönliche Shoppinghilfen wie My Best Brands hierzulande oder iStorez in den USA helfen Marken.

Dazu versuchen Dutzende von Shoppingclubs, beliebte Marken möglichst exklusiv zu inszenieren und die Kunden mit günstigen Preisen zu locken. Allein hier reicht das Spektrum von klassischen Shoppingclubs à la Brands4Friends und Vente-Privée bis hin zu Clubs wie Gilt Groupe oder Billion Dollar Babes in den USA, die eher den Abverkauf von Designerstücken im Blick haben.

Schmuck, Taschen, Kleidung, Schuhe – das Modesegment hat online großen Nachholbedarf. Im Versandhandel beträgt der Modehandel laut BVH rund 45 Prozent, im Internet hinkt er, obwohl schon seit ein, zwei Jahren einer der stärksten Wachstumstreiber, noch hinterher. *


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